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Es ist Zeit. Adieu Heiratsstrafe. Jetzt Initiative unterzeichnen!

Es ist Zeit. Adieu Heiratsstrafe. Jetzt Initiative unterzeichnen!

Die Zeit rast. Bitte unterstützen Sie die Initiative zur Abschaffung der steuerlichen Heiratsstrafe.

Die Unterschriftensammlung läuft. Bis am 9.9.2022 müssen 100'000 gültige und geprüfte Unterschriften eingereicht sein. Bitte unterzeichnen Sie die wichtige Initiative jetzt. Verheiratete Erwerbstätige sollen nicht mehr länger steuerlich benachteiligt und damit bestraft werden. Adieu Heiratsstrafe!

Direkt via we collect unterzeichnen

 

Die Initiative für eine zivilstandsunabhängige Individualbesteuerung war auch in der Mai-Session des Kantonsrats Luzern ein Thema. Mein Votum dazu:

"Schon seit über einem Jahr werden Unterschriften für die zivilstandsunabhängige Individualbesteuerungs-Initiative gesammelt. Ein wichtiges Anliegen, welches endlich Realität werden muss. Es kann doch nicht sein, dass verheiratete Paare anders bzw. eben höher als Konkubinatspaare besteuert werden, nur weil der Zivilstand ein anderer ist. Leider ist dem heute noch so. Gleichstellung sieht jedoch anders aus. 

Adieu Heiratsstrafe! Damit dies geschieht, sind Bund, Kantone, Gemeinden und wir alle aufgefordert, den nötigen Druck zu machen. Es ist erfreulich, dass der Kanton Luzern sich schon früher im Grundsatz für die Individualbesteuerung ausgesprochen hat. 

Kritiker sprechen von einem Bürokratiemonster. Der Umstellungsprozess wird herausfordernd, ja. Dies darf jedoch keine Hemmschwelle sein, um seit vielen Jahren bestehende Ungerechtigkeiten und ein langjähriges Anliegen endlich in zeitgemässe Lösungen zu überführen. Sonst könnten wir gleich zurück zu den Pfahlbauern.

Wichtig: Der Wegfall der Heiratsstrafe ist gut gegen den Fachkräftemangel. Mit dem Wegfall der Heiratsstrafe werden der Verbleib oder die Pensenerhöhung im Erwerbsleben vor allem für die Frauen attraktiver. Wir leisten uns mit dem heute gültigen System ein grosses, brachliegendes gut ausgebildetes Kapital von Arbeitskräften, welches im Arbeitsmarkt mehr und mehr fehlt. Das ist schlecht für die Wirtschaft, schlecht für die Gesellschaft und auch schlecht für die Chancengleichheit in der Arbeitswelt. Arbeit muss sich lohnen und Arbeit darf sich lohnen. 

Gerne zeige ich noch einen anderen Aspekt auf: Mit 18 Jahren sind wir volljährig und damit auch steuerpflichtig und füllen somit eine Steuererklärung aus. Jede Person wird nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit besteuert, unabhängig vom Zivilstand. Es ist nicht logisch, dass dies ändert, wenn man heiratet und nur noch eine Steuererklärung für Ehepaare nötig ist. Man ist sich gewöhnt, eine Steuerklärung auszufüllen, das soll auch im verheirateten Zustand so bleiben. Wenn das Paar geschieden wird; was leider gar nicht so selten ist, wird wieder eine Einzelbesteuerung vorgenommen. Also ein Hin und Her für einige Paare. Es ist gescheiter und vor allem gerechter, wenn von Anfang an alle Steuerpflichtigen einzeln besteuert werden wie dies vor der Ehe der Fall war und wie dies bei Konkubinatspaaren sowieso der Fall ist. Deshalb ist es Zeit, diesen Modernisierungsschritt endlich vorzunehmen und unabhängig vom Zivilstand individuell besteuert zu werden."

 

Sogar der "Blick" hat über unsere Debatte berichtet:

Für Individualbesteuerung: Luzerner Kantonsrat will beim Bund Druck machen (blick.ch)

 

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