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Die Welt retten? Unrealistischer Vorstoss in der Dezembersession Kantonsrat 2017

Zahlreiche Vorstösse der Grünen mit viel Aufwand und wenig Chancen.

Unrealistische Forderung der Grünen, Session 11. Dezember 2017

Eine Anfrage und ein Postulat (als Paket behandelt) der Grünen fordert, dass der Kanton und seine Beteiligungen keine Investitionen in Konzerne tätigen sollen, welche fossile Energieträger fördern oder entsprechende Rohstoffreserven besitzen. Zudem sollen bestehende Investitionen abgestossen werden und die Mittel in Anlagen getätigt werden, welche erneuerbare Energien fördern, Energieeffizienz oder Enereinsparungen zum Thema haben.

 Mein Votum dazu:

Anfrage und Postulat zeugen zwar von einer Sensibilisierung zu einem immer wieder mehr oder weniger aktuellen und kontrovers diskutierten Thema. Es geht darum, auf das Risiko einer Blase bei Investitionen in fossile Energien /Energieträger aufmerksam zu machen und sich von den entsprechenden Anlagen zu trennen. Die darin enthaltenen Forderungen, auch bezüglich der geforderten Umlagerung der Gelder, sind für die FDP.Die Liberalen jedoch einseitig und nicht zielführend. Sie sind auch auf einer falschen Flughöhe angesiedelt.

Investitionen in fossile Energien finden statt, mehrheitlich allerdings indirekt. Im Rahmen einer Anlagepolitik hat das Thema Diversifikation eine hohe Priorität. Ausschlusskriterien aufgrund von ethischen und/oder ökologischen Grundsätzen sind natürlich möglich und werden, wie in der Antwort RR zu lesen, teilweise formuliert. Ein jetziger kompletter Verzicht auf Engagements in fossile Energieförderer/-Verarbeiter/-Produzenten (Kohle, Öl oder Gas) direkt oder indirekt müsste in der logischen Konsequenz auch zu einem Verzicht auf alle vor- und nachgelagerten Bereiche in diesen Branchen führen. Also wenn schon, dann konsequent, bitte! Das würde jedoch das Anlageuniversum deutlich verkleinern und wäre im Sinne einer breiten Diversifikation und aufgrund von Verzicht auf Opportunitäten wenig sinnvoll. Das Ziel bei Investitionen in Kapitalanlagen ist es eben auch, eine marktkonforme Rendite zu erzielen.

Es macht keinen Sinn, dass der kleine Kanton Luzern in der grossen weiten Welt auf solche Anlagen verzichten würde, nicht mal als Vorbild. Ethische Grundsätze oder auch solche bezüglich Nachhaltigkeit bei Investitionen sind immer mehr im Fokus, und das ist auch gut so. Allerdings sind die Forderungen im Postulat übertrieben und absolut unrealistisch, bzw. nützen der Welt gar nichts.

Die FDP.Die Liberalen lehnt das Postulat entschieden ab.

 

Das Postulat P282 wurde mit 72:20 Stimmen klar abgelehnt.

 

Auszug aus dem Liveticker LZ:

11. Dez. 2017 08:40. Lukas Nussbaumer. Die CVP folgt laut Jürg Meyer der Regierung und lehnt das Postulat ab. Genauso die FDP und die SVP, wie deren Sprecher Heidi Scherer und Armin Hartmann sagen.

 

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